45 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf

>>45 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf

In Deutschland setzt sich der Trend zu mehr Wohnfläche fort. Während im Jahr 1998 jedem Einwohner noch durchschnittlich 39 Quadratmeter zur Verfügung standen, ist die Pro-Kopf-Wohnfläche mittlerweile auf 45 Quadratmeter angewachsen. Diese Zahlen auf Grundlage des Mikrozensus hat jetzt das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) veröffentlicht.

Als wichtigste Ursachen für diesen Anstieg nennt das BiB einen höheren Anspruch an die Wohnungsgröße und eine veränderte Haushaltsstruktur. Vor allem die Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte habe dazu geführt, dass die pro Kopf zur Verfügung stehende Wohnfläche gewachsen ist.

Je älter, desto größer die Wohnung

Wie die Analyse des BiB weiter zeigt, steigt die Wohnfläche pro Kopf mit zunehmendem Alter kontinuierlich an. Bei Starterhaushalten bis 25 Jahre sind es im Schnitt weniger als 40 Quadratmeter, bei 65-Jährigen hingegen etwa 55 Quadratmeter. Erhebliche Unterschiede gibt es auch zwischen den Geschlechtern: Junge Frauen zwischen 27 und 37 Jahren haben deutlich weniger Wohnraum zur Verfügung als gleichaltrige Männer, weil sich bei ihnen durch die Geburt eines oder mehrerer Kinder oft die Wohnfläche pro Kopf verkleinert. Dies betrifft vor allem alleinerziehende Mütter. Im höheren Alter verfügen Frauen hingegen durchschnittlich über mehr Wohnfläche als Männer, weil sie häufig länger und dann allein leben. „Die steigende Lebenserwartung und die verbesserte gesundheitliche Verfassung tragen dazu bei, dass Senioren immer länger in der Wohnung bleiben, in der einst die ganze Familie gelebt hat“, erklärt Dr. Christian Fiedler vom BiB.

„Dass Senioren und insbesondere Hochbetagte über die mit Abstand größten Wohnflächen verfügen, führt zunehmend zu Handlungsbedarf“, erläutert Matthias Klupp, Geschäftsleitung von Analyse & Konzepte. Denn bereits jetzt fühlt sich fast ein Drittel der Senioren, die Eigentum bewohnen, mit der Bewirtschaftung der (zu) großen Wohnung überfordert. Hinzu kommt, dass dieser Wohnraum „blockiert“ wird und zum Beispiel nicht für Familien zur Verfügung steht. „Es ist eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahren, die Wohnsituation der Senioren durch altersgerechte Bestandsanpassung und zielgruppengerechte Angebote mit kleineren Wohnflächen so zu gestalten, dass eine bedarfsgerechtere Versorgung dieser Gruppe erreicht werden kann.“

Analyse & Konzepte erarbeitet für seine Kunden Wohnungsmarktanalysen und strategische Konzepte, die diese Faktoren einbeziehen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Quelle: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) / Analyse & Konzepte

2017-04-03T09:59:04+00:002. August 2013|