Wie wohnen wir in Zukunft? – „GdW-Wohntrends 2035“ erschienen

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Wie wohnen wir in Zukunft?

 2018 beauftragte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW) Analyse & Konzepte sowie das Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) bereits zum dritten Mal damit, die Zukunft des Wohnens zu erforschen. Die Studie „Wohntrends 2035“ wurde von März bis Mai 2018 durchgeführt und basiert auf einer bundesweiten Befragung von Mieterinnen und Mietern. Welche Trends lassen sich daraus ableiten?

  1. Gesellschaft im Wandel

Der Wandel der Lebensformen setzt sich fort. Durchmischte Nachbarschaften und Integration werden zu einer dauerhaften Aufgabe. Künftig wird es außerdem noch mehr kleinere Haushalte geben, die Zahl der Familienhaushalte sinkt weiter. Wirtschaftlich betrachtet gibt es einerseits wachsenden Wohlstand. Aber andererseits steigt das Armutsrisiko für bestimmte Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel für die Älteren.

  1. Digitales Wohnen

Schnelles Internet wird in Zukunft überall der Standard sein. Smart-Home-Services werden stärker genutzt. Pioniere sind in dieser Hinsicht Haushalte mit anspruchsvollem oder häuslichem Wohnkonzept. Sie interessieren sich sehr für das Thema und stellen entsprechende Anforderungen an ihre Wohnungen. Wohnungsunternehmen können von dieser Entwicklung profitieren, indem sie entsprechende Services anbieten oder selbst neue Geschäftsmodelle entwickeln.

  1. Smartes Leben im Quartier

Auf global folgt lokal: Virtuelle Netzwerke erobern die realen Nachbarschaften. Die Menschen vernetzen sich via Social Media und Messenger. Über digitale Plattformen organisieren sie zum Beispiel Car-, Bike- und Room-Sharing. Bei aller Digitalisierung haben tradierte Werte weiterhin Bestand: Zusammenhalt, Hilfe und Achtung sind den Mietern in Deutschland weiterhin besonders wichtig.

  1. Neues Wohnen

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum wächst weiterhin. Um Miete zu sparen, sind die Haushalte eher bereit, auf Wohnfläche zu verzichten als eine preiswertere Wohnlage oder eine schlechtere Ausstattung in Kauf zu nehmen. Neue und flexible Grundrisse sind deshalb gefragt. Auch neue Lebensstile, Arbeitszeitmodelle und Mobilitätspraktiken sowie die steigende Zahl kaufkraftschwacher Haushalte erhöhen die Nachfrage nach kleinen Wohnungen.

  1. Digitale Services

Schon heute erfolgt die Wohnungssuche überwiegend online. 68 Prozent aller Haushalte sind über Soziale Medien vernetzt und die Nachfrage nach modernen Wegen der Mieterkommunikation nimmt zu. Dreiviertel der im GdW organisierten Unternehmen planen deshalb, ein Mieterportal einzurichten. Mehr als die Hälfte der Unternehmen möchte eine Mieter-App zur Verfügung stellen. Künftig wird die Online-Kommunikation mit dem Mieter zum Normalfall werden. Die Automatisierund der Prozesse führt dazu, dass Anliegen rund um die Uhr digital bearbeitet werden können.

  1. Wohnkonzepte

Zur Charakterisierung der Nachfragergruppen greifen die „Wohntrends 2035“ auf die Wohnkonzepte zurück. Seit der letzten Wohntrends-Studie aus dem Jahr 2013 ist die Anzahl der Haushalte mit kommunikativem, bescheidenem und funktionalem Wohnkonzept gestiegen. Die Zahl der Anspruchsvollen, Häuslichen und Konventionellen sinkt hingegen.

Weitere Informationen zu den Wohnkonzepten

Kurzfassung und Bestellmöglichkeit der „Wohntrends 2035“

2018-11-15T08:58:43+00:0015. November 2018|